Altschuldenhilfe des Landes ist nur ein erster Schritt
Die geplante Übernahme von rund der Hälfte der kommunalen Altschulden in NRW durch das Land ist ein wichtiges Signal und bringt auch der Stadt Schwerte eine spürbare Entlastung. Für die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte reicht diese Maßnahme jedoch nicht aus, um die strukturellen Finanzprobleme der Kommunen dauerhaft zu lösen.
„Die Beteiligung des Landes ist ein richtiger und notwendiger Schritt, kann aber nur ein Anfang sein“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Seelbach. „Ohne eine grundlegende Reform der kommunalen Finanzierung bleibt es bei einer kurzfristigen Erleichterung.“
Die SPD begrüßt, dass das Land anerkennt, dass hohe Kassenkredite nicht auf Misswirtschaft, sondern auf dauerhaft unterfinanzierte Pflichtaufgaben zurückzuführen sind. Entscheidend sei nun, neue Schulden zu verhindern – durch eine verlässliche und vollständige Finanzierung kommunaler Aufgaben, insbesondere im sozialen Bereich.
Ohne eine faire Finanzausstattung drohten erneut Sparprogramme zulasten von Sicherheit, Infrastruktur sowie Angeboten in Bildung, Sport und Kultur. „Die Kommunen sichern Lebensqualität vor Ort“, so Seelbach. „Dafür muss das Land seiner Verantwortung für einen gerechten Finanzausgleich konsequent nachkommen.“


















